Wie lange hält ein Reifen im Durchschnitt?

Viele Autofahrer haben sich bestimmt schon einmal die Frage gestellt, wie lange ein Autoreifen hält. Diese Frage ist natürlich berechtigt, denn die Reifen gehören zu den Teilen am Auto, welche am stärksten beansprucht werden. Aber die exakte Lebensdauer eines Autoreifen hängt natürlich von unterschiedlichen Faktoren ab. Zum einen muss der Reifentyp berücksichtigt werden, zum anderen spielt auch die Fahrweise des Fahrers eine große Rolle. Und nicht zuletzt hängt die Haltbarkeit der Reifen auch vom Straßenbelag ab.

Die Faktoren für den Reifenverschleiß

Sommerreifen haben grundsätzlich einen höheren Verschleiß. Das ist auf die härtere Gummimischung zurückzuführen, womit sich der Reifen auch schneller abnutzt. In Bezug auf die Fahrweise bedeutet das: je sportlicher der Fahrer unterwegs ist, desto schneller nutzt sich die Gummierung der Reifen ab.

reifendurchschnitt testenDie Reifenhersteller nutzen ebenfalls einen sportlichen Fahrstil, wenn es darum geht die Lebensdauer der Reifen zu testen. Dabei fahren die Tester stundenlang im Kreis, um zu überprüfen wie schnell sich der Reifen abnutzt. Die Haltbarkeit der Reifen hängt aber auch vom Fahrzeuggewicht, von der Lastenverteilung, von der Spur des Rades und von der Motorleistung ab. Und auch die Temperatur sowie der Fahrbahnbelag haben einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensdauer.

In Anbetracht der Tatsache, dass so viele Faktoren mitwirken, lässt sich nur schwer voraussagen, wie die Haltbarkeit bestimmter Reifen aussieht. Grundsätzlich kann jedoch ein Durchschnittswert von 50.000 Kilometer beziffert werden.

Wirksame Methoden zum Verlängern der Haltbarkeit

reifendurchschnitt beitrag1Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, die Haltbarkeit zu verlängern.

Dazu ist es ratsam, den Reifenfülldruck alle 14 Tage zu erhöhen. Diese Maßnahme ist auch empfehlenswert, wenn eine Fahrt mit hoher Geschwindigkeit ansteht. Denn nur der korrekt eingestellte Reifenfülldruck gewährleistet Sicherheit und eine hohe Lebensdauer.

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Der Reifendruck sollte dabei immer bei kalten Reifen und spätestens nach drei Kilometern überprüft werden. Wichtig ist auch, dass du das Reserverad regelmäßig auf korrekten Druck überprüfst.

Wenn du feststellst, dass dein Reifen unangenehme Vibrationen aufweist, solltest du ihn auswuchten lassen. Schließlich erhöht die Unwucht nicht nur den Reifenverschleiß, sondern stellt auch ein Sicherheitsrisiko dar.

Wenn du einen Reifenwechsel vornimmst, solltest du zudem das Reifenventil erneuern. Dadurch stellst du sicher, dass dein Reifen dicht ist und kannst dich somit lange auf ihn verlassen.

Der Reifenwechsel ist gesetzlich vorgeschrieben

Ein neuer Satz Reifen kostet für gewöhnlich sehr viel Geld. Dennoch solltest du dir vor Augen führen, dass der Neukauf notwendig ist, wenn deine Reifen ein gewisses Alter überschritten haben und/oder die Mindestprofiltiefe nicht mehr eingehalten werden kann.

reifendurchschnitt alterungWie lange deine neuen Reifen halten werden, hängt dabei von der Lagerung bei Nichtgebrauch, deiner Fahrweise und der Häufigkeit der Nutzung ab.

Du solltest auf jeden Fall beachten, dass Mindestprofiltiefe gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Lauffläche deiner Reifen weist ein ganz bestimmtes Profil auf. Dieses setzt sich aus Lamellen und Profilblöcken sowie Profilrillen zusammen. Sommer- und Winterreifen unterschieden sich in ihren Profildesigns. Das Design richtet sich immer nach dem entsprechenden Einsatzzweck.

Mittels Messschieber kannst du die Profiltiefe deiner Reifen in den Zwischenräumen der Blöcke nachmessen. Und das solltest du auch regelmäßig tun, da eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist.

Automobilclubs empfehlen den Austausch der Reifen jedoch schon nach einer verbleibenden Profiltiefe von vier Millimetern. Bei diesem Wert spürst du bereits eine deutlich schlechtere Haftung auf nassen Straßen. Das ist darauf zurückzuführen, dass nicht mehr so viel Wasser verdrängt werden kann, wie es ein Reifen mit höherer Profiltiefe kann. Je weniger Profiltiefe deine Reifen aufweisen, umso mehr steigt das Risiko für gefährliches Aquaplaning.

Der Alterungsprozess von Pneus

Wenn du allerdings zu den Wenigfahrern gehörst, kann es sein dass deine Profiltiefe auch nach vielen Jahren noch den gesetzlichen Mindestanforderungen entspricht. Das bedeutet jedoch nicht, dass du die Reifen unbegrenzt fahren kannst.

Du musst beachten, dass die Gummimischung mit der Zeit altert. Diese wird auch dann porös, wenn du gar nicht bis wenig fährst. Laut dem ADAC ist es empfhelenswert, die Reifen nach einer Nutzungsdauer von acht Jahren auszutauschen.

 

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MisterGrip

Author: MisterGrip

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