Wie ist eine Formel 1-Rennstrecke aufgebaut?

Formel 1-Rennstrecke beitragDas Erklingen von Streckennamen wie Monza oder Nürburgring dürfte dir als Formel 1 Fan gleich das Herz höher schlagen lassen. Unweigerlich verbunden sind damit Bilder von spannenden Überholmanövern und spektakulären Unfällen. Bei einer Rennübertragung liegt der Fokus im Regelfall auf den Piloten der Marke Hamilton, Rosberg und Vettel sowie deren fahrbaren Untersätzen. Nur eine sekundäre Erwähnung finden die jeweiligen Strecken, auf denen es für die Piloten gilt, ihr ganzes fahrerisches Können unter Beweis zu stellen.

Rennstrecken brauchen Architekten

Für die Konzeption der Rennstrecken zeichnen sich eigene Designer verantwortlich. Der Deutsche Herrmann Tilke zählt dabei zu den Bekanntesten auf diesem Feld. Auf sein Konto gehen unter anderem die Rennstrecken in Bahrain, Kuala Lumpur oder Shanghai.

Den Anfangspunkt bei der Konstruktion einer Rennstrecke bildet die Start-Ziel-Passage mitsamt Fahrerlager und der gegenüberliegenden Haupttribüne. Eine Rücksichtnahme auf die Zuschauer ist hier geboten, um ihnen einen allzu langen Weg auf die Tribüne zu ersparen. Die Start-Ziel-Gerade muss laut Richtlinie der FIA eine Mindestlänge von 500 Metern aufweisen. Danach geht es in die erste Kurve.

Formel 1-Rennstrecke unfallDie restliche Gestaltung der Streckenführung bleibt weitestgehend dem Geschmack des Designers überlassen, in Kombination mit dem zur Verfügung stehenden Gelände. Rücksicht genommen werden muss nur auf genügend Platz für Auslaufzonen, um die nötige Sicherheit für die Fahrer zu gewährleisten. In diesem Punkt verfügen die Fahrer über ein entsprechendes Mitspracherecht. Auch auf den zur Verfügung stehenden Untergrund muss dabei achtgegeben werden, ebenso wie auf den ausgelegten Asphalt. So muss der Asphalt in Abu Dhabi höheren Temperaturen standhalten, als etwa jener in Sotschi.

Von Bedeutung ist daneben, dass die Strecke eine bestimmte Länge aufweist, wobei letztlich weniger die Länge, als die für die Absolvierung einer Runde aufgebrachte Zeit zum Tragen kommt.

Wo ist es besonders spannend für den Zuschauer?

Das Hauptaugenmerk eines Streckendesigners soll jedoch letzten Endes immer darauf liegen, dass eine Strecke für dich als Zuschauer auch ein spannendes Rennwochenende zulässt. Das Rezept dafür besteht aus einer Mischung aus lang gezogenen Geraden, Kurven und Schikanen. Sofern möglich findet auch die umliegende Landschaft eine Einbettung. Allen voran in Monaco ist dies der Fall mit der imposanten Kulisse des Fürstentums, aber auch in Melbourne, wo die Piloten etwa an einem künstlichen See vorbeifahren.

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Der bereits zuvor erwähnte Circuit de Monaco öffnet dem Formel-1-Zirkus alljährlich nur für das Grand Prix Wochenende seine Tore. Das restliche Jahr über ist der enge Kurs ausschließlich für den normalen Straßenverkehr geöffnet, wodurch er zur Kategorie der temporären Rennstrecken zählt. Im Unterschied dazu stehen permanente Rennstrecken das Jahr über zur Verfügung. Daneben existiert noch eine Mischform zwischen einer permanenten und einer temporären Rennstrecke, wie dies etwa beim Großen Preis von Korea der Fall ist.

Neue Strecken

In den letzten Jahren haben immerzu neue Strecken eine Aufnahme in den Rennkalender gefunden. Mit Baku steht bereits ein Neuling für die Saison 2016 in den Startlöchern. Neu muss hier aber nicht gleich besser heißen, ist es doch bei vielen Strecken der so genannten alten Generation die damit verbundene Historie, welche der jeweiligen Strecke einen so einzigartigen Charakter verleiht.

Unzweifelhaft steckt hinter den neuen Austragungsorten ein nicht zu knapp ausfallendes Budget. Erwähnt seien dazu nur exemplarisch Abu Dhabi und Sotschi. Nichtsdestotrotz haben auch diese Rennen unweigerlich zu einer Bereicherung beigetragen. So ging etwa in Singapur im September 2008 erstmals ein Nachtrennen über die Bühne.

Formel 1-Rennstrecke alonsoWas die Präferenzen der Rennfahrer angeht, so sind diese verschiedenartig ausgeprägt, gleich wie es sich mit ihren jeweiligen fahrerischen Fähigkeiten verhält.

Ein einzigartiges Fahrerlebnis bietet sich den Piloten definitiv im Fürstentum Monaco mit seinen engen, durch die Stadt führenden Gassen, vorbei am Hafen und durch den bis dato einzigen Tunnel in der Formel 1. Nicht weniger unattraktiv präsentiert sich der Große Preis von Monza, eine der noch wenigen verbliebenen reinen Hochgeschwindigkeitsstrecken.

 

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Author: MisterGrip

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