Wie geht es bei VW 2016 weiter?

Die amerikanische Umweltbehörde EPA hat Volkswagen Manipulationen von Abgaswerten Nachgewiesen. Der Abgasskandal erschütterte die gesamte Automobilbranche und zog weltweit große Kreise. Aber wie geht es nun weiter mit der ehemaligen deutschen Vorzeigemarke VW?

Damit hatte keiner gerechnet. Der Deutsche Autokonzern Volkswagen, der sich bisher für Qualität, Sicherheit und Umweltbewusstsein stand, betrog die Autofahrer durch falsche Abgaswerte? Die US-Umweltbehörde hatte festgestellt, dass die VW- Diesel-PKW der Baujahre 2009 bis 2015 mit einer speziellen Schummel Software („Defeat Device“) ausgestattet waren, welche eine Umgehung der strengen amerikanischen Umweltbestimmungen möglich machte.

vw beitrag1Das bedeutet, die Software erkennt, ob eine Abgasprüfung stattfindet und manipuliert die Abgaswerte auf das erforderliche Maß und täuscht so einen optimalen Umweltschutz vor. Tatsächlich verwandeln sich die Autos nach der Prüfung in Dreckschleudern, allerdings mit dem begehrten Umweltstempel.

Der Skandal entfachte sich zur globalen Lawine. Nach und nach wurden immer mehr Manipulationen aufgedeckt, die nun auch andere Marken wie Skoda, Audi, Seat und jüngst auch die Nobelmarke Porsche betraf.

Verkaufszahlen in den USA im Abwärtstrend

Der Skandal hat VW nicht nur dem bisher weltweit geschätzten Ansehen einen Schlag versetzt, sondern hat den Konzern auch in finanzieller Hinsicht schwer getroffen. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt zeigen sich die Folgen in den USA.

Im November wurden nur noch 23.882 Autos verkauft, das entspricht einem Minus von immerhin 24,7 im Vergleich zum Vorjahr. Somit gingen die Verkaufszahlen bis November auf rund ein Viertel zurück.

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vw beitrag3Experten gehen davon aus, dass der negative Trend sich auch 2016 fortsetzen wird.

Da helfen auch keine im nächsten Jahr geplanten Rabattoffensiven, um den Absatzeinbruch zu stoppen.

Zudem hat VW kurz vor Ablauf der Frist der US-Behörde einen Lösungsvorschlag offeriert, der unter anderem die größte Rückrufaktion der USA beinhaltet. Zur Zeit befindet sich der Lösungsvorschlag noch in der behördlichen Prüfung.

Reichen die für 2016 geplanten Einsparungen?

vw beitrag2Aber wie sieht es im eigenen Land aus? Als der Skandal bekannt wurde, gab die Unternehmensführung bekannt, dass es personell keine Einschnitte geben würde.

Angestellte des VW-Konzerns hätten nichts zu befürchten. Diese Aussage stimmt im weitesten Sinne, wenn man die vielen Zeitarbeiter außer acht lässt, die nicht direkt zum VW-Personal gehören.

Laut Konzernbetriebsratschef Osterloh habe man stets ein wachsames Auge auf die Personalentwicklung.

Feststeht, Volkswagen muss sparen. Das will VW im nächsten Jahr durch massive Streichungen vor allem im Bereich der Sachinvestitionen erreichen, die um eine Milliarde auf 12 Milliarden Euro begrenzt werden.

Gleichzeitig soll 2016 mehr Geld in alternative Antriebe wie die Elektromobilität fließen. Auch das geplante Designzentrum in Wolfsburg wurde für die nächsten Jahre erst mal auf Eis gelegt, was eine Einsparung von rund 100 Millionen Euro bedeutet.

Fazit:

Die größte Herausforderung dürfte aber die Rückrufaktion werden, die erst kürzlich durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) genehmigt wurde. Weltweit wird diese wohl einmalige Aktion seit bestehen der Automobilgeschichte dreistellige Milliardenbeträge kosten. Mit den geplanten Einsparungen kann der Kostenaufwand sicherlich nicht gestemmt werden. Es bleibt abzuwarten, was sich die Konzernleitung noch ausdenken wird.

 

 

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Author: MisterGrip

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