Wie bildet sich der Benzinpreis?

Benzinpreis - beitragDeutsche Autofahrer klagen seit vielen Jahren über viel zu hohe Benzinpreise an den Zapfsäulen. Besonders brisant wird die Lage dann, wenn die Ferienzeit oder Feiertage bevorstehen. Die Suche nach dem/den Schuldigen ist allerdings schwieriger, als die Mehrheit der Betroffenen annimmt. Wie sich der Benzinpreis zusammensetzt, ist ein Phänomen, welches sich aus vielen verschiedenen Faktoren zusammensetzt.

Eine kleine Geschichte des Benzinpreises

Noch zu Beginn des Jahres 1999 belief sich der Preis für einen Liter Superbenzin innerhalb der deutschen Grenzen im Durchschnitt auf weniger als 79 Cent pro Liter. Aufgrund des damals immer höher werdenden Bewusstseins für die Umwelt setzte die sich damalige Bundesregierung für eine höhere Versteuerung des Kraftstoffs für Fahrzeuge jedweder Art ein. Mit der Einführung der Mineralölsteuer, besser bekannt als Ökosteuer, bzw. deren Erhöhung in fünf Schritten zwischen den Jahren 1999 und 2003 war es um die verhältnismäßig günstigen Spritpreise an den Zapfsäulen geschehen. Gleichzeitig erhöhten sich die Benzinpreise durch den sogenannten „Produktkostenanstieg“, welcher sich in den Anfängen des Jahres 2007 durch einen schwachen Euro sowie massiv hohe Notierungen für Rohöl entwickelte.

Wer verdient wieviel am Benzin?

Benzinpreis - tankvorgangDie höchsten Einnahmen durch den Verkauf von Benzin erzielt der Staat selbst. Kostet der Liter zum Beispiel 1,62 Cent, sind 92 Cent (knapp 57 Prozent) für den Fiskus vorgemerkt. Zusätzlich wirft die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent weitere Renditen für den deutschen Staat ab. Je höher der Benzinpreis also ist, desto besser verdient der Staat am Verkauf des begehrten Kraftstoffs.

Für die Beschaffung des Benzins müssen Tankstellen bei diesem Rechenbeispiel circa weitere 62 Cent veranschlagen. Mit diesem Betrag sind die Kosten gegenüber des Händlers oder einer Raffinerie abgedeckt. Der hier zugrunde liegende Anteil schwankt sowohl mit dem Dollarkurs als auch mit dem Preis des Rohöls. Für alle Schwarzmaler an dieser Stelle ein kurzer Hinweis: Der Wert von 62 Cent gilt bis heute als historischer Höchststand.

Die hierbei übrig gebliebenen acht Cent pro Liter teilen sich auf alle anderen Kosten, wie zum Beispiel Werbung und Verwaltung oder Pächter auf. Entgegen der weit verbreiteten Behauptung, dass örtliche Tankstellen einen enormen Gewinn durch den Verkauf von Kraftstoff erwirtschaften würden, gleicht das Geschäft mit der wertvollen Ressource wohl eher einem echten Überlebenskampf. Im Durchschnitt verdient der Betreiber einer Tankstelle durch den Verkauf von Kraftstoff innerhalb eines Jahres vor Steuern circa einen Cent pro verkauftem Liter Benzin.

Preisentwicklung

Grundsätzlich spielt der Preis von Rohöl für die Preisentwicklung eine wichtige Rolle. Obwohl Benzin, Heizöl und Diesel auf getrennten Märkten auf der Basis von Angebot und Nachfrage gehandelt werden, besitzen die genannten Substanzen die gleiche Ausgangsressource. Wenn also der Preis für Rohöl an den globalen Märkten steigt, dauert es in der Regel nicht mehr lange, bis auch der Verbraucher die entsprechenden Mehrkosten in seinem eigenen Budget zu spüren bekommt.

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Author: MisterGrip

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