Wer ist eigentlich Schuld am täglichen Stau?

_stau beitragWer ist eigentlich Schuld am täglichen Stau? Sie gibt es nicht nur zur Urlaubszeit. Staus sind ein fast tägliches Ärgernis eines jeden Autofahrers. Da wird die Fahrt zur Arbeit zum Geduldsspiel. Aber wie kommt es überhaupt zum Stau ?

Verkehrsaufkommen ist nicht der alleinige Stauverursacher

Wer kennt es nicht? Endlich ist Ferienzeit, das Auto ist startklar, Familie und Gepäck sind im Wagen, also kann es los gehen in den verdienten Urlaub. Doch meist wird die Urlaubsfreude einige Kilometer entfernt auf der Autobahn getrübt. Wie der Verkehrsinformationsdienst der Radioanstalten bereits verkündet hat, sind Staus auf allen wichtigen Autobahnen. Ein Phänomen, das vor allem auch berufstätige Autofahrer jeden Morgen zur Verzweiflung bringt. Da läuft auf deutschen Straßen oft nichts mehr und es bleibt viel Zeit sich Gedanken zu machen, wie es überhaupt zum Stau kommt. Vor allem, wenn es keinen der normalen Stauverursacher wie Baustellen, Verkehrsunfälle oder pünktlich zum Berufsverkehr ausliefernde Paketdienste gibt. Eigentlich müsste hier das an sich gut durchdachte Reißverschlussverfahren zur Anwendung kommen, wenn es nicht regelmäßig dem menschlichem Egoismus weichen müsste.

_stau inhaltZur Klärung der Frage, wie ein Stau entsteht, sind mittlerweile einige Studien durchgeführt worden. Bei diesen konnte als Hauptgrund für die Bildung von Staus vor allem das überhöhte Verkehrsaufkommen auf deutschen Straßen ermittelt werden. Allerdings ist das Verkehrsaufkommen bei weitem nicht der einzige Grund für die Entstehung eines Staus.

Gründe für einen Stau, die sich eigentlich vermeiden lassen

Ein Grund für einen Stau auf deutschen Straßen ist das zu dichte Auffahren auf den Vordermann. Eigentlich weiß es jeder Autofahrer. Wer keinen Abstand hält gefährdet nicht nur die anderen Verkehrsteilnehmer, sondern schränkt auch den eigenen Aktionsradius so erheblich ein, dass in der Regel ein scharfes Bremsmanöver nur eine Frage der Zeit ist.

Analysen haben gezeigt, dass dadurch eine Kettenreaktion in Gang gesetzt wird, die die täglichen Staus auf dem Weg zur Arbeit verursachen. Das heißt, durch den starken Bremsvorgang wird der Verkehrsfluss gestört oder kommt unter Umständen sogar ganz zum erliegen.

Ein Stau, der sich leicht bei vernünftiger und dem Verkehr angepasster Fahrweise vermeiden lässt, auch wenn sich dadurch ein anderer Fahrer vordrängelt und in die Lücke fährt. Wobei schon der zweite Stauverursacher genannt ist. Vor allem im Stadtverkehr ist es jeden Tag zu beobachten. Für manche Fahrer ist keine Lücke zu klein, um sich nicht reinzuquetschen. Wilde Bremsmanöver und dadurch bedingte Staus sind in einem solchen Fall vorprogrammiert.

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Ebenso verhält es sich beim sogenannten Kolonnenwechsel. Nach Aussagen von Constantin Hack vom „Auto Club Europa“ (ACE) handelt es sich dabei um einen der meist begangenen Fahrfehler. Bei dichtem Verkehr versuchen viele Autofahrer durch teilweise waghalsige Spurwechsel Zeit zu gewinnen, was zur Folge hat, dass es häufig zu einem sogenannten Phantomstau kommt. Damit sind Staus gemeint, für die es eigentlich keinen nachvollziehbaren Grund gibt. Weniger gefährlich, aber dennoch genau so verkehrsbehindernd, sind Verkehrsteilnehmer, die am Steuer träumen oder unaufmerksam sind. Sie neigen zu unvorhersehbaren Bremsmanövern oder fahren erst los, wenn die Grünphase der Ampel schon fast vorbei ist. Eine Zeitverzögerung die sich bei etwas Konzentration oder mit einem „Coffee to Go“ vermeiden lässt.

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Hallo Partner, Danke schön

Lassen sich Staus verhindern? Menschen machen Fehler. Das gilt vor allem, wenn beispielsweise der Verkehr besonders dicht ist oder die Wetterverhältnisse schwierig sind. Auch wenn es inzwischen viele technische Hilfsmittel gibt wie die Staumeldungen im Radio, die Verkehrsüberwachung im Navigationsgerät oder die Staumelder auf den Autobahnen, Staus werden sich auch in Zukunft nicht verhindern lassen. Ende der 70er Jahre gab es eine Kampagne mit dem Namen „Hallo Partner, Danke schön“ bei der es um das Verständnis der Autofahrer untereinander ging. Damit lässt sich zwar auch kein Stau verhindern, macht aber dennoch den Stau erträglicher.

 

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MisterGrip

Author: MisterGrip

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