Plug-In-Hybride – die Elektromobilität der Zukunft?

Plug-In-Hybride sind die derzeit von Herstellern bevorzugte Zwischenlösung bei Elektroautos. Sie können elektrisch und mit Verbrennungsmotor fahren. Auch neue und innovative Ansätze haben das grundlegende Problem von Elektroautos nicht lösen können: Während sie gut für kurze Strecken geeignet sind, ist die Reichweite selbst für einen kurzen Urlaub schlicht zu gering. Außerdem benötigt das „Tanken“ eine gefühlte Ewigkeit, so dass selbst bei einer flächendeckende Verbreitung von plug-in-hybride-sind-schickLadestationen ein Großteil der Reise einer Fahrt durch den Urlaubsstau gleicht. 

Hybrid-Autos und Plug-In-Hybride

Der Wirkungsgrad eines Benzinmotors in einem Fahrzeug ist begrenzt und nach heutigen Maßstäben ineffektiv.

Selbst bei einer optimalen Auslastung und Drehzahl beträgt er höchstens 37 % und fällt rapide ab. Im Leerlauf ist er sogar 0 % – die gesamte Energie wird ausschließlich dafür aufgewendet, das Auto fahrbereit zu halten.

Hybridautos erhöhen die Effizienz, indem sie den Benzinmotor außerhalb des optimalen Bereichs unterstützen oder den Antrieb vollständig übernehmen. Außerdem gewinnen sie Energie wieder zurück, indem sie etwa beim Bremsen nicht mechanisch arbeiten, sondern den Elektromotor als Widerstand nutzen und diesen so zu Generator machen.

Ein Plug-In-Hybrid erweitert dieses Konzept noch. Es handelt sich in der Bauweise um ein Elektroauto, das kurze Strecken vollständig ohne Verbrennungsmotor bewältigt. Wie dieses und im Gegensatz zu einem Hybridauto kann es an der Steckdose geladen werden – deshalb die Bezeichnung Plug-In.

Unterschiede zu einem Hybridauto

Ein Plug-In-Hybride besitzt in der Regel einen deutlich größeren Akku, um Strecken unter 100 Kilometer etwa im Stadtverkehr plug-in-hybride-beispielrein elektrisch zu fahren.

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Experten gehen davon aus, dass im Alltag etwa 80 % aller Fahrten innerhalb dieser Reichweite liegen und somit alleine von Elektroautos übernommen werden können.

Um die Nachteile eines Elektroautos zu kompensieren, besitzen Plug-In-Hybride jedoch noch einen weiteren Motor – praktisch immer ist dies ein Benzinmotor.

Er kann entweder wie bei dem Chevrolet Volt ausschließlich dazu dienen, die Batterie aufzuladen. Dieses Verfahren bezeichnen Entwickler als Range Extender, weil dadurch lediglich die Reichweite des Akkus erhöht wird.

Er kann aber auch wie bei dem Toyota Prius PHEV – PHEV ist die gängige Abkürzung für Plug-in Hybrid Electrical Vehicle – als zusätzlicher Antriebsstrang eingesetzt werden.

Ist die Batterie leer, übernimmt der Ottomotor direkt die Arbeit, während der Akku wieder aufgeladen wird.

Wichtigster Unterschied bleibt jedoch, dass bei einem Vollhybrid wie dem Toyota Prius sämtliche elektrische Energie intern durch Rückgewinnung oder einen Verbrennungsmotor erzeugt wird. Ein Plug-In-Hybrid lässt sich hingegen wie ein Elektroauto an einer Steckdose oder Ladestation aufladen.

Vor- und Nachteile verschiedener Systeme

Der größte Nachteil eines Range Extenders ist, dass die Höchstgeschwindigkeit auf Langstrecken beschränkt ist. Der oftmals kleinere Benzinmotor liefert schlicht nicht ausreichend Strom, um den Elektromotor permanent mit seiner maximalen Leistung betreiben zu können.

Leider ist das einzige Land, in dem dieser Nachteil wirklich gravierende Auswirkungen hat, ausgerechnet Deutschland. Fast alle anderen Länder der Welt haben nämlich ein generelles Tempolimit auf der Autobahn, so dass dieses Manko bei einer rechtlich korrekten Fahrweise nicht spürbar ist.

Plug-In-Hybride mit zwei Antriebssträngen können hingegen wie ein Benzinauto dauerhaft mit hoher Geschwindigkeit gefahren werden.

plug-in-hybride-von-mercedesSie sind allerdings wegen der beiden separaten Antriebe schwerer, was den Verbrauch erhöht. Gleichzeitig ist die Konstruktion komplexer – und somit leider auch leichter anfällig für Fehler.

Die meisten Hersteller setzen auf Plug-in-Hybride

Trotz seiner Nachteile gehen Experten und viele Konstrukteure davon aus, dass dem Plug-In-Hybridauto mittelfristig die Zukunft der Elektromobilität gehört.

Kritische Stimmen wie die von Takeo Fukui, dem Präsident von Honda, sind eine seltene Ausnahme. Er bezeichnete den Verbrennungsmotor als überflüssigen Ballast und das Konzept als unbefriedigende Übergangslösung.

Dennoch haben viele Autoproduzenten mittlerweile mit der Massenherstellung von PHEV oder Plug-In-Hybridautos begonnen: Alleine Mercedes hat in dem Zeitraum von 2013 bis 2016 mit der Produktion von sechs, Audi und BMW jeweils drei Großserienmodellen begonnen.

 

 

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MisterGrip

Author: MisterGrip

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