Fahrerflucht

Fahrerflucht ist kein Kavaliersdelikt und manchmal ist es schnell geschehen und eine falsche Reaktion oder ein Fehlverhalten kann zu ernsthaften strafrechtlichen Folgen führen. Du solltest dir schon im voraus im Klaren sein, welche Folgen es haben könnte, sobald du als Autofahrer im Straßenverkehr teilnimmst.

Was ist Fahrerflucht und ab welchem Moment ist es eine vollendete Tatsache

fahrerflucht-bei-einem-kleinen-unfall-auf-dem-parkplatzDie Fahrerflucht entsteht im Straßenverkehr bei einem Unfall. Dazu gehört auch ein Unfall auf dem Parkplatz, wo du in einer Kurzschlussreaktion denkst: „Ach, das ist doch nur ein kleiner Kratzer oder Delle.“ In dem Moment, wo Du diesen Gedanken fasst und dich vom Unfallort entfernst, hast du die klassische Fahrerflucht begangen.

Ein weiterer Fall ist auch schon ein Klassiker im Straßenverkehr. Du fährst einem parkenden Fahrzeug den Außenspiegel ab und fährst dann weiter. Wenn Du nicht direkt danach auf die Bremse trittst und stehen bleibst, dann hast Du auch Fahrerflucht begangen. 50 oder 100 Meter danach anzuhalten erfüllt schon den Tatbestand der Fahrerflucht.

Es gibt dabei keine Toleranzgrenzen, du musst sofort in Sichtweite anhalten und stehenbleiben.

Ein weitaus schwerwiegender Fall ist ein Unfall bzw. eine direkte Kollision mit einem Auto und dabei ist es egal, ob es ein leichter oder schwerer Schaden ist, du musst sofort stehenbleiben. Falls du aus einer Angst oder Panik heraus dich vom Unfallort entfernst, dann ist auch das Fahrerflucht. Wenn ein Mensch verletzt oder gar getötet wird, dann ist es Vorsatz und dann droht definitiv eine Haftstrafe.

Wie entgehe ich der Fahrerflucht – Wie verhalte ich mich richtig?

Generell solltest du nach einem Unfall im Straßenverkehr, egal welcher Art und Weise, sofort die Polizei anrufen und/oder den Fahrzeughalter ermitteln und am Unfallort bleiben, bis die Polizei eintrifft und den Unfall aufgenommen hat.

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Die Handynummer auf einem Zettel zu schreiben und quasi zu hinterlassen hilft dir nicht weiter. Im Gegenteil auch da ist der Tatbestand der Fahrerflucht erfüllt. Du musst auf jedenfall am Unfallort bleiben und immer die Polizei anrufen, selbst bei einem kleinen Unfall auf dem Parkplatz. fahrerflucht

Sonst kann der Geschädigtedanach trotz allem hergehen und dich der Fahrerflucht bezichtigen. Es reicht am Ende auch nicht, die Versicherungsdaten und die Personalien auszutauschen und die obligatorischen Fotos zu erstellen.

Wenn es ein Auffahrunfall ist, dann könnte der Geschädigte nachträglich ins Krankenhaus gehen und danach behaupten, du bist wegfahren und hast dich einfach so vom Unfallort entfernt.

Selbst in diesem Fall wäre es eine Unfallflucht und die Polizei rät immer die Polizei anzurufen, damit sie zumindest den Unfall dokumentiert. fahrerflucht-mit-personenschaden

Nur dann bist du auf der sicheren Seite. Ansonsten droht dir immer die Gefahr, nachträglich der Unfallflucht angezeigt und belangt zu werden. Vorsicht ist besser als Nachsicht und mit der Fahrerflucht solltest du dir keinen Spass oder eine Nachlässigkeit erlauben.

Die strafrechtlichen Folgen einer Fahrerflucht

Laut Paragraph § 142 Abs. 1 Strafgesetzbuch ist die Fahrerflucht kein Bagatellfall oder kein Kavaliersdelikt. Es stehen bis zu drei Jahre Haft bei besonders schweren Fällen im Raum oder eine Geldstrafe von mindestens 1000 Euro zur Disposition, die auch je nach Einkommen höher ausfallen kann.

Im Regelfall beginnt die Androhung zur Geldstrafe ab 30 Tagessätzen und bis zu 90 Tagessätzen bei entsprechend höherem Einkommen ausgweitet werden. In den meisten Fällen wird nur eine empfindliche Geldstrafe verhängt, kommt bei einer Fahrerflucht jedoch ein Mensch zu Schaden oder bei besonders hohen Schadenskosten oder wenn ein Vorsatz festgestellt wird, dann wird eine Haftstrafe vom Gericht ausgesprochen.

 

 

 

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MisterGrip

Author: MisterGrip

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