eCall ab 2018 Pflicht

Spätestens ab dem Jahr 2018 sollen Neufahrzeuge mit dem so genannten eCall Ortungssystem ausgerüstet werden, wie die EU-Abgeordneten mit großer Mehrheit beschlossen haben. Damit lässt sich die genaue Position bestimmen. Dies soll einige Vorteile mit sich bringen, beispielsweise nach einem Autounfall, denn hier ist es oftmals sehr wichtig, dass eine schnelle Hilfe geleistet wird.

Wie genau funktioniert das eCall?

eCall SystemDas System alarmiert bei einem schweren Unfall automatisch die europäische Notrufzentrale 112, wodurch Rettungskräfte schneller am Unfallort erscheinen sollen. Es wird vermutet, dass die Helfer mithilfe des Systems 50 bis 60 Prozent zeitiger am Unfallort sein könnten.

Zusätzlich kann ein manueller Alarm ausgelöst werden. Die Daten, die übermittelt werden und zudem löschbar sein müssen, darf der Rettungsdienst nicht ohne eine ausdrückliche Genehmigung der Betroffenen weitergeben. Ungenutzte Informationen sollen kontinuierlich gelöscht werden, damit ein Missbrauch der Daten verhindert wird. Die Sammlung von Metadaten, welche zum Erstellen von Positionsprofilen verwendet werden können, sei hingegen nicht vorgesehen.

Was wird alles automatisch übermittelt?

Ein weiterer Kritikpunkt ist neben der Totalüberwachung, dass die Fahrzeuge durch das eCall System teurer werden. Lebensrettende Maßnahme wird es vom EU Parlament genannt, denn die Crash-Sensoren erkennen einen Unfall, wodurch diese einen Notruf absenden. Bei Datenschützern war die Einführung von eCall auf Bedenken gestoßen, da sie befürchteten, dass das System auch Informationen zur Fahrweise übermitteln könne.

Nach dem Beschluss sollen nach einem Unfall zu den Daten jedoch lediglich die Fahrzeugklasse, Treibstoffart, Unfallzeit und -ort, Fahrtrichtung sowie die Zahl der Insassen zählen. Das eCall-System verfügt hierfür über eine Mobilfunkeinheit, einen Antennenanschluss und einen GPS-Empfänger.

Die eventuellen anderen Zwecke

Der Zweck ist in erster Linie die Überwachung der Route, Geschwindigkeit sowie gegebenenfalls der Ökonomie. Daneben geht es darum, die ferngesteuerte Stilllegung des Fahrzeugs festzustellen, beispielsweise aufgrund einer diktierten Nutzung, eines Fahrverbots oder dem Verhindern von Flucht. Letztendlich soll das System natürlich dazu dienen, Leben zu retten. Hinsichtlich des Serviceanbieters sollen die Verbraucher freie Wahl haben.

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Die Versicherungswirtschaft und Automobilclubs äußerten den Wunsch, dass eine standardisierte Schnittstelle mit dem System geschaffen wird, um faire Wettbewerbsbedingungen sicherzustellen und ein Datenmonopol der Autohersteller zu verhindern. Die Versicherungswirtschaft hat von Anfang an die E-Call-Einführung unterstützt. Nun muss die EU-Kommission die technische Schnittstelle prüfen und regeln, damit Kfz-Daten für Dienste oder Anwendungen ausgetauscht werden können.

Eine standardisierte Schnittstelle ist nötig, damit der Fahrer frei entscheiden kann, wann und ob er die Daten zur Verfügung stellen möchte. Der Verbraucher könne nur dadurch die Kontrolle über seine Daten behalten und zudem das beste Angebot auswählen, vom Fahrzeughersteller, Versicherer, Automobilclub oder Kfz-Betrieb.

Das eCall System soll dabei helfen, dass die Zahl der Verkehrstoten merklich gesenkt wird, heißt es laut EU Parlament. Auch wenn es viele Zweifler und Kritiker gibt, wird es auch zahlreiche Fürsprecher geben, welche die Überwachung gern in Kauf nehmen, wenn es der eigenen Sicherheit dient.

 

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Mister Grip

Author: Mister Grip

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