Diese Auswirkungen hat Alkohol am Steuer

Alkohol am Steuer ist eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle. Leider kommen dabei auch Menschen ums Leben, wobei die Todesfälle bei Alkoholunfällen zum großen Teil Menschen betreffen, die selber gar keinen Alkohol getrunken haben. Als Verkehrsteilnehmer solltest du keinen Alkohol trinken, da schon 0,3 Promille Auswirkungen auf die Sehleistung sowie das Reaktionsvermögen haben. Nachfolgend werden weitere Auswirkungen, die Alkohol auf die Fahrtüchtigkeit hat, erläutert.

Körperliche und psychische Reaktionen durch Alkohol

Fahrtüchtigkeit AlkoholAlkoholkonsum wirkt sich auf die Fahrtüchtigkeit grundsätzlich negativ aus, auch wenn die psychischen und körperlichen Reaktionen auf Alkohol bei allen Menschen graduell unterschiedlich sind. Sie hängen von vielen Faktoren ab, beispielsweise:

  • Höhe der Alkoholkonzentration
  • Zeitspanne, in der Alkohol getrunken wurde
  • Körpergewicht (Wer schwerer ist, hat gewöhnlich bei einer gleichen konsumierten Alkoholmenge eine niedrigere Blutalkoholkonzentration)
  • Magenfüllung (Gute Grundlage im Magen lässt Blutalkoholkonzentration langsamer ansteigen)
  • körperliche Verfassung

    Bereits bei 0,2 Promille beginnt die Gefahrenschwelle. Da der Alkohol, das Nervengift, besonders im Gehirn wirkt, reagiert jedoch der gesamte Organismus. Der Konsum führt neben den Reaktionen, die als angenehm empfunden werden, beispielsweise ein gesteigertes Selbstbewusstsein, eine bessere Stimmung und Euphorie auch zu zahlreichen verschiedenen negativen Auswirkungen auf die Psyche und die Leistungsfähigkeit.

Durch Alkohol werden die Nervenzellen gelähmt, wodurch die Übermittlung von Informationen behindert wird. Daraus resultieren Fehlleistungen im Seh-, Gefühls- und Assoziationszentrum, welches das Denken, das Gedächtnis, Bewusstsein und die Sprache steuert. Vom Großhirn werden alle Körperbewegungen gesteuert. Teilweise werden diese durch das Kleinhirn moduliert. Auch die Körperbewegungen werden verlangsamt.

Auswirkungen der verschiedenen Promillegrenzen:

  • 0,2 Promille: Wahrnehmungsvermögen für bewegliche Quellen verringert
  • 0,3 Promille: eingeschränktes Sehfeld und beeinträchtigte Einschätzung der Entfernung
  • 0,4 Promille: Tunnelblick (Blickfeld tunnelförmig eingeschränkt)
  • 0,5 Promille: nachlassendes Farbempfinden der Augen (Unfallwahrscheinlichkeit bereits acht Mal so hoch)
  • 0,6 Promille. erhebliches Nachlassen des Reaktionsvermögens, der Reaktionszeit und -sicherheit (Unfallwahrscheinlichkeit 16 Mal so hoch)
  • 0,7 Promille: Ansteigen der Risikobereitschaft und starke Abnahme der Selbstkontrolle (Unfallwahrscheinlichkeit 20 Mal so hoch)
  • 0,8 Promille: Gleichgewichtsstörungen und gestörte Lenkbewegungen und Übersehen von Verkehrsschildern, Gefahrenquellen etc. (Unfallwahrscheinlichkeit 34 Mal so hoch)
  • 1,5 Promille: Sprachstörungen, angestiegene Risikobereitschaft und Aggressivität (Unfallwahrscheinlichkeit 115 Mal so hoch)

Diese Angaben können individuell verschieden sein und variieren, da die Verträglichkeit des Alkohols von Mensch zu Mensch verschieden ist, was von den genannten Faktoren abhängig ist, beispielsweise Körpergewicht, Größe, Geschlecht und Alkoholgewöhnung.

Vorsichtig solltest du auch bei Medikamenten sein, da diese häufig eine enorme Wechselwirkung mit Alkohol haben und auch ohne einen Alkoholkonsum die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigen können. Eine wichtige Rolle spielt die jeweilige Alkoholgewöhnung. Wer regelmäßig Alkohol trinkt, trägt dazu bei, dass sich der Körper daran gewöhnt, wodurch die Toleranzgrenze steigt.

Unfallrisiko durch Alkohol

Zu den verhängnisvollen Folgen des Fahrens unter dem Einfluss von Alkohol gehören zum Beispiel das Fahren in Schlangenlinien, eine überhöhte Geschwindigkeit, riskante Überholmanöver etc. Bereits bei 0,3 Promille ist das alkoholbedingte Unfallrisiko erhöht. Mit 0,5 Promille ist die Gefahr für einen Unfall schon doppelt so hoch. Ab 0,8 Promille steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Unfall rapide.

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Eine große Gefahr ist das Doppelsehen, das aufgrund der Erschlaffung der Augenmuskulatur erfolgt. Auch die Hell-Dunkel-Anpassung ist verzögert. Die Fähigkeit, sich an die Dämmerung und Dunkelheit anzupassen, wird deutlich herabgesetzt. Es kommt zur erhöhten Blendempfindlichkeit und zur verzögerten Hellanpassung, wenn beispielsweise nachts ein Fahrzeug entgegenkommt. Der Grund hierfür ist, dass die Verengung und Weitung der Pupillen sehr verlang­samt ablaufen.

Wenn du am Straßenverkehr teilnimmst, solltest du auf Alkohol verzichten, deiner Gesundheit zuliebe und natürlich auch der von den anderen Verkehrsteilnehmern. Alkoholkonsum verlängert grundsätzlich die Reaktionszeit, denn die Reaktionen werden ungenau und abrupt. Ein alkoholisierter Fahrer ist Überraschungssituationen, die immer passieren können, nicht mehr gewachsen.

 

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Mister Grip

Author: Mister Grip

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