Die Zukunft der Elektroautos

Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurde die Gefahr und die Schädlichkeit der weltweit als zu hoch eingeschätzen Abgasemissionen erforscht und diskutiert. Gegenwärtig besteht die weitesgehend einhellige Meinung, dass vor allem die CO² Emissionen ursächlich für den Treibhauseffekt und damit für die Erderwärmung ist, die immer wieder als Ursache für vermehrt auftretende Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Stürme und Unwetter sowie für das Abschmelzen der Polkappen genannt wird.
elektroautosDaher werden weltweit Anstrengungen unternommen, in einigen Staaten ernsthafter und in anderen Staaten weniger ernsthaft, dem Treibhauseffekt durch die Reduzierung von CO² Emissionen einzudämmen und entgegen zu wirken. Neben Konzepten zur bloßen Einsparung spielen dabei neue Technologien eine Rolle, die gänzlich ohne Abgase zu produzieren auskommen.

Dazu zählt das Elektroauto. Die Bundesregierung hat als Zielstellung formuliert, dass bis zum Jahr 2020 eine Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sein sollen. Es zeichnet sich allerdings mehr und mehr ab, dass dieses Ziel nicht realistisch ist. Im Weiteren erfährst du warum?

Die Verbreitung des Elektroautos, dass sich grundsätzlich vor allem wegen des sauberen Images einer großen Öffentlichen Beliebtheit erfreut, leidet an Defiziten, die einerseits in der mangelnden Infrastruktur liegen und andererseits in der fehlenden technologischen Weiterentwicklung liegt, die kurzfristig nicht zu beheben sein werden.

Die Reichweite von Elektroautos

Die Reichweite von Elektroautos ist begrenzt. Sicher, dass sind benzingetriebende Automobile auch, aber nicht in dem Maße. Je nach Modell und Fahrweise kann man mit einer Tankfüllung durchaus Strecken im höheren dreistelligen Bereich zurücklegen.

Die aktuelle Generation von Elektroautos kommt dagegen durchschnittlich lediglich auf 130 bis 150 km Reichweite, bevor die Batterie wieder aufgeladen werden muss. Gerade für diejenigen, die das Auto beruflich oder geschäftlich nutzen sowie für andere Vielfahrer ist bereits das ein Ausschlusskriterium.

Daher haben gerade Unternehmen oder Berufspendler keinen Anreiz, in die Anschaffung von Elektroautos zu investieren.

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Die Ladestationen

Eines der größten strukturellen Defizite beim Thema Elektroautos sind die Ladestationen. Davon gibt es nur wenige und bei der oben angesprochenen geringen Reichweite eines Elektroautos müssen oder müssten sie entsprechend häufig genutzt werden. Du kannst an dieser Stelle selbst einmal überlegen wie viele Ladestationen du in deiner Umgebung kennst. Hier fehlt schlicht die entsprechende Infrastruktur.

An Ladestationen in den USA soll es unter größerem Andrang bereits zu tumultartigen Szenen gekommen sein.

Reparatur und Wartung

Beim Aspekt Reparatur und Wartung greifen die technologische und die strukturelle Komponenten ineinander über. Die Wartung und Reparatur von Elektroautos bedarf einer besonderen Ausbildung der Mechaniker, die aber vielfach nicht vorhanden ist.

Man wird also Mühe haben einen Betrieb zu finden, der Reparatur und Wartung tatsächlich durchführen kann.
Zwar wurde das Problem erkannt und es wird in entsprechende Schulungen investiert, es bleibt aber indes fraglich, wann ein flächendeckendes Netz an qualifizierten Betrieben, die den Serviceansprüchen der Kunden genügen, etabliert sein wird.

Kosten für die Batterien

Die Batterie ist das teuerste an einem Elektroauto und wie andere Batterien auch haben sie den gravierenden Nachteil, dass ihre Leistung mit der Zeit nachlässt. Zwar wird auf diesem Gebiet emsig geforscht und entwickelt, um die Batterien und ihre Leistung zu verbessern, allerdings dürften die Ersatzkosten für verschlissene Batterien bis dahin potentielle Kunden abschrecken.

Herstellung und Entsorgung der Batterien

Ironischer Weise ist gerade das Kernstück der Elektroautos, die Batterie, genau das, was am Image des Saubermanns und am Image der Ressourcenfreundlichkeit des Elektroautos kratzt.
Die Lithium-Ionen-Batterien sind nach Gebrauch im Prinzip Sondermüll. Es gibt bisher keine taugliche Möglichkeit den Hauptbestandteil der Batterien, die Lithiumverbindungen, zu recyceln. Auch die Produktion der Batterien gestaltet sich im größeren Maße problematisch.

Der Abbau des Kernbestandteils Lithium, etwa in Südamerika, führt zum Beispiel in den Regenwäldern zu massiven Schädigungen der Umwelt. Hinzu kommt, dass Lithium ein endlicher Rohstoff ist. Insofern kann man Elektorautos gegenwärtig nicht als Lösung für Umweltprobleme betrachten. Im Prinzip wird lediglich ein Problem durch ein anderes ersetzt.
Vor allem bei steigender Anzahl von Elektroautos wird dieses Problem immer virulenter werden.

Gefahrenquelle im Straßenverkehr

Dieser Punkt mag auf den ersten Blick kurios anmuten, aber Elektroautos stellen gerade für Verkehrsteilnehmer, die nicht motorisiert sind eine erhebliche Gefahrenquelle dar. Elektroautos sind nämlich nahezu geräuschlos. Das wird gerne als Vorteil verkauft. Im Straßenverkehr kann sich das als tödlich erweisen, wenn Fußgänger oder Radfahrer ein Auto nicht kommen hören vor allem an schwer einsehbaren Kreuzungen oder an Ein- und Ausfahrten.

Zusammenfassend kann oder muss man sagen, dass das Elektroauto bzw. die massenhafte Verbreitung kurz und mittelfristig an grundsätzlichen Problemen scheitern wird. Darüber hinaus wird zunächst offen bleiben müssen, ob das Elektroauto in der Summe tatsächlich umweltfreundlicher als die benzingetriebenen Automobile sind. Es ist daher fraglich, ob das Elektroauto langfristig überhaupt eine Zukunft hat.

 

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Mister Grip

Author: Mister Grip

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