Der Audi Q7 – die 2. Generation

Mit einer komplett überarbeiteten Version feiert der Autohersteller aus Ingolstadt bald den 10. Geburtstag seines SUV – was hat sich verändert?

Q7 SUV von AudiVor fast zehn Jahren, im September des Jahres 2005, wagte Audi sich zum ersten Mal auf den SUV-Markt und präsentierte den Q7. Von Anfang an war klar, dass es sich bei Audis erstem Sports Utility Vehicle um ein Automobil für Kunden mit gehobenen Ansprüchen an Komfort und Versatilität handeln würde. Der Q7 gehört zur oberen Preisklasse und bietet einen dementsprechend großzügigen Innenraum.

Um seinem sportlichen Image gerecht zu werden, gibt es den Q7 seit jeher standardmäßig mit Allradantrieb und bis zu 500 PS verbergen sich unter seiner Haube. Der bisher schwächste Motor mit knapp über 200 PS wurde ab 2010 verbaut und stellte seitens Audi so etwas wie den Versuch dar, auch im SUV-Bereich umweltbewusst zu agieren. Viele Liebhaber des sportlichen Fahrstils stellten sich damals die Frage, ob Audi auch künftig diese Richtung einschlagen würde oder wieder vermehrt dem sportlich-robusten Image der SUVs Tribut zollen würde.

Deutlich Umweltfreundlicher in der zweiten Generation

Die Antwort auf diese Frage lieferte Audi im Januar diesen Jahres mit der Vorstellung des Q7 der 2. Generation. Auf der NAIAS wurde der komplettüberholte Q7 präsentiert und überraschte vor allem in der beim Genfer Autosalon erstmals vorgestellten e-tron-Variante. Während sich äußerlich die Neuerungen in Grenzen hielten, setzte Audi bei den inneren Werten den Trend zum ökologisch freundlichen Auto fort. Mehr als 25 Prozent sollen in Sachen Benzinverbrauch zukünftig beim Q7 im Vergleich zu den Vorgängern aus der ersten Generation gespart werden. Die herkömmlichen Otto- und Dieselmotoren dürften mit 333 bzw 272PS und einer Beschleunigung von 0 auf 100km/h in knapp mehr als 6 Sekunden zwar nicht wirklich für Freunde des spritsparenden Fahrens ausgelegt sein, dafür sollte sich aber der e-tron Plug-in-Hybrid beim Thema Umweltfreundlichkeit deutlich besser schlagen.

Audi versucht so den Spagat, der unmöglich erscheint: Die Balance zwischen dem Anspruch auf Sportlichkeit und dem Trend zur Nachhaltigkeit zu finden. Während abzuwarten bleibt, was der Plug-in-Hybrid wirklich taugt, bietet Audi den SUV-Hardlinern auch weiterhin eine S-Variante, die in Sachen Ausstattung und Design deutlich aggressiver ausfällt. Ob der neue Öko-SUV mit stolzen 373PS und einem durchschnittlichen Verbrauch von 1,7 Litern an die bisherige Erfolgsgeschichte des Q7 anknüpfen kann, wird sich in der nahen Zukunft zeigen. Mit über 500.000 verkauften Exemplaren seit 2005 gibt es dafür zumindest eine anspruchsvolle Messlatte.

Innovativer Innenraum des Q7

Auch im Innenraum des Q7 der zweiten Generation zeigt sich Audi weiterhin innovativ. Trotz der kleineren Maße des neuen Q7 soll es mehr Platz für die Insassen geben. Erfreuen können diese sich an einem Touchpad, Sprachsteuerung und dem neuen virtuellen Cockpit (gegen Aufpreis). Direkt neben Tacho und Drehzahlmesser lassen sich so wie gewohnt Spritverbrauch oder Kilometerstand, aber auch das Navigationssystem einblenden. Innovative Technologien erhalten auch in Form von Assistenzprogrammen wie dem Ausweichassistent, dem Nachtsichtassistent und der Verkehrszeichenerkennung Einzug in das Hilfsmittelarsenal des Fahrers.

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Entscheidender als diese technischen Spielereien dürfte für die Zukunft des Q7 aber die Frage sein, ob SUVs überhaupt noch zeitgemäß sind und ob sie noch einen Nerv bei den Kunden treffen können. Trotz aller Bemühungen, ihn mit spritsparenden oder nun sogar hybriden Motoren auszustatten, konnte der SUV seinen Ruf als Öko-Rüpel nicht loswerden. Das könnte ihm auf lange Sicht zum Verhängnis werden. Die Zukunft des Audi Q7 wird sich ab Juni diesen Jahres entscheiden – dann werden die ersten Modelle der zweiten Generation an die Kunden ausgeliefert. Gut möglich, dass er auch in Zukunft trotz aller Widrigkeiten seine Erfolgsgeschichte fortsetzen wird.

 

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Mister Grip

Author: Mister Grip

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