Ausgeraubt auf der Autofahrt: Die fünf fiesesten Fallen

Ausgeraubt auf der Autofahrt in den Urlaub? Das geschieht öfter, als man denkt: Die Deutschen zählen zu den begehrtesten Opfern während einer Urlaubsreise im Ausland. Durch gemeine Fallen und fiese Tricks werden die Alemannen während der Ferienzeit hinters Licht geführt. Die üblen Machenschaften sind leicht durchschaubar und wer sie kennt, kann sich in den meisten Fällen wirksam dagegen zur Wehr setzen.

Die Polizeifalle

Ausgeraubt durch falsche PolizistenDie Polizeifalle zählt zu den dreistesten Tricks, denen Urlauber auf einer Reise begegnen können. Dieser Masche wird in Südfrankreich oder Spanien angewendet. Sie ist ebenso in Bulgarien und anderen südeuropäischen Ländern ein beliebter Trick um Urlauber auszurauben. Mit einer kopierten oder gestohlenen Anhaltekelle wird das Auto der Reisenden angehalten. Die Täter können eine Uniform tragen oder in Zivil auftreten. Entweder fordern sie ein Bußgeld für eine erfundene Verkehrsüberschreitung wie zu schnelles Fahren oder sie nehmen sich sofort alle Wertsachen, die sie finden können inklusive des Bargelds.

Um unliebsamen Erlebnissen wie einer falschen Polizeikontrolle vorzubeugen, sollten folgende Warnhinweise beachtet werden: Die falschen Polizisten fahren möglicherweise mit einem privaten PKW und tragen keine Uniform. Sie können sich nicht ausweisen. Wichtig ist, in einem solchen Fall Ruhe zu bewahren und per Handy den internationalen Notruf 112 zu wählen. Die Fahrt sollte in einem ruhigen Tempo fortgesetzt werden und ein belebter Rastplatz sollte sofort angefahren werden.

Beim Tanken betrogen

Der Tanktrick wurde in der Vergangenheit im Ausland häufig von Tankstellenbesitzern angewendet, um Touristen beim Tanken auszuplündern. Der Autofahrer betankt sein Fahrzeug wie gewohnt und stellt auf einmal fest, dass auf dem Display der Tanksäule ein ungewöhnlich hoher Betrag ausgewiesen wird. Erst danach fällt dem Urlauber auf, dass die Anzeige an den Zapfsäulen nicht auf ‚Null‘ gestellt war, sondern bereits vor der Benutzung ein Geldbetrag angezeigt wurde. Wer schon getankt hat, dem bleibt nichts anderes übrig, als den verlangten Preis zu bezahlen. Einen Beweis, dass dort zuvor eine Zahl gestanden hat, wird schwer gelingen.

Eine Abwandlung dieses Falles ist der ‚Öltrick‘. Ein freundlicher Helfer bietet sich an, den Ölstand zu kontrollieren. Bei der Kontrolle wird der Messstab manipuliert, sodass der Urlauber tief in die Tasche greifen muss, um sofort eine teure Sorte Öl zu kaufen.

Immer noch aktuell: Der PannentrickAusgeraubt unbeaufsichtigtes Auto

In südlichen Ländern ist der „Pannentrick“ eine gebräuchliche Methode zum Diebstahl. Während der Reisende auf der Autobahn oder einer anderen mehrspurigen Straße fährt, erscheint auf einmal neben ihm ein anderes Fahrzeug, in dem meistens mehrere Insassen sitzen. Der Fahrer des fremden Autos hupt und blinkt fortwährend und deutet dabei auf einen Reifen oder auf das Heck des Urlaubswagens. Wer sich darauf einlässt und anhält, der erlebt eine Überraschung. Denn nachdem die vermeintlichen Helfer den Ahnungslosen in ein Gespräch verwickelt haben, wird dieser auf einmal bedroht und bestohlen.

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Abwandlung des Pannentricks: Beim Parken ausgeraubt

Der Pannentrick wird abgewandelt an Raststätten verwendet. Die Täter stechen die Reifen kaputt und warten darauf, dass die Touristen gestärkt von der Rast zum Wagen zurückkehren. Sodann wird ihnen sofort Hilfe angeboten. Die Helfer meinen es aber nicht ehrlich, sondern harren nur bis zur nächsten Gelegenheit aus, um sich mit den Wertsachen und dem Bargeld aus dem Staub machen zu können.

Ausgeraubt DiebDieser Masche können Urlauber leicht entgehen, indem sie diese Ratschläge befolgen: Auf unbeaufsichtigten Rastplätzen sollte das Kfz nie alleine gelassen werden. Ein Urlauber kann beim Wagen bleiben, während die anderen Insassen eine Pause machen. Danach wechselt sich der Wartende mit seinen Mitreisenden ab. Somit haben Räuber keine Chance an den Wagen heranzukommen und werden automatisch nach einem anderen Opfer Ausschau halten.

Gelegenheit macht Diebe

Wer sein Fahrzeug an einer unbeaufsichtigten Stelle im Ausland abstellt, für den besteht ohnehin die Gefahr, dass das Auto aufgebrochen wird. Dabei können Wertgegenstände, die sich versteckt im Kfz befinden, entwendet werden. Wer teure oder vielversprechende Objekte wie Kamera, Handtasche oder andere Dinge offen sichtbar im Wagen zurücklässt, der handelt fahrlässig. Diebe brauchen nur die Scheibe des Autos einzuschlagen, um in den Besitz des fremden Eigentums zu kommen. Dieser Falle kann jeder Urlauber leicht entgehen. Wertvoller Besitz sollte aus dem Pkw heraus genommen werden. Soll das Kraftfahrzeug über Nacht abgestellt werden, ist es sicherer es in einer Tiefgarage oder auf einen bewachten Parkplatz abzustellen, als es an der Straße stehen zu lassen.

 

 

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MisterGrip

Author: MisterGrip

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