Alkohol und Autos – Das sagt das Gesetz!

Bockbieranstich, Weinfest oder lange Nacht der Kneipen, das gesamte deutsche Bundesgebiet strotzt vom Beweis dafür, dass Alkohol in Deutschland fest zur Kultur gehört. Unser Umgang mit dem Getränk sei seit Generationen erprobt, ein Verbot von Bier und Co. deswegen überflüssig. Wir Deutschen lieben unseren gelegentlichen Tropfen. Der Pro Kopf Konsum von Bier sank zwar seit dem neuen Millenium, der Anteil anderer Spirituosen in unserem Trinkverhalten stieg dafür. Der Griff zum Wein hat folgen für das Bierranking: neuer Spitzenreiter ist die Tschechische Republik, gefolgt von Österreich, erst dann kommt, abgeschlagen auf einem dritten Platz Deutschland.

Das Gesetz und Alkohol am SteuerAlkohol mag gesellschaftlich erprobt sein und auf allen Festen und Feierlichkeiten ausgeschenkt werden, der Griff zum Steuer danach erfolgt leider noch immer viel zu häufig. Erst Anfang 2015 gab es eine Ergänzung des Straßenverkehrsgesetzes im Bezug auf Alkohol am Steuer. Wie sieht die Änderung aus, welche Eckdaten gelten noch immer für Alkohol am Steuer und warum kann meinFührerschein auch auf dem Fahrrad und zu Fuß gefährdet sein?

Aktueller Bußgeldkatalog

Der aktuelle Bußgeldkatalog sieht für alle Fahranfänger eine Alkoholgrenze von 0,0 Promille vor. Wer über dieser Grenze erwischt wird, verliert den Führerschein und muss ein Aufbauseminar belegen, bei der die allgemeine Geistige Konstitution geprüft wird. Auch die Verlängerung der Probezeit um zwei Jahre und ein Bußgeld werden fällig. Ein Eintrag in den Bußgeldkatalog erfolgt mit zwei Punkten.

Die Promillegrenze gilt nicht nur während der Probezeit. Sie kommt zudem bis zu einem Alter von 21 Jahren zu tragen.: Alle unter 21 fahren mit 0,0 Promille. Warum die 21 Jahre als Obergrenze? In Deutschland ist der Konsum aller Alkoholika ab 18 Jahre erlaubt. Die Zeit von 3 Jahren bliebt also, um sich zu Fuß an die Auswirkungen zu gewöhnen und Erfahrungen zu sammeln. Drei Jahre am Steuerohne Alkohol, das schult die Praxis. Wer den Führerschein im Alter von über 21 Jahren ablegt, muss nur die Probezeit absolvieren.

Nach der Probezeit

Nach der Probezeit ist eine Konzentration des Atemalkohols bis zu 0,5 Promille nicht strafbar. Voraussetzung dafür ist, dass kein Unfall stattfindet und auch keine Fahrunsicherheiten auffallen. Kommt es zum Unfall oder die Polizei stellt Unsicherheiten fest und prüft den Atemalkohol auf 0,3 Promille, so kann es schon zu satten Strafen kommen.

Bis zu 7 Punkte in Flensburg und eine Freiheitsstrafe, Geldstrafe oder der Führerscheinentzug können anstehen. Dies entscheidet sich aber nach der Art und Schwere des Vergehens. Wirklich schlimm wird es nur bei einem Unfall. Kommt es zu einem Unfall, wird das Vergehen als Straftat gewertet.

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Ab 0,5 Promille liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Beim ersten mal kostet das ganze 500,- EUR, bringt vier Punkte in Flensburg und einen Führerscheinentzug von einem Monat. Bei Wiederholung verdoppelt sich die Geldstrafe auf 1.000 EUR und der Führerschein ist für drei Monate weg. Bei einer mehrfachen Wiederholung zählt die Tat zwar noch als Ordnungswidrigkeit, die Strafe liegt allerdings bei 1.500,- EUR, vier Punkten und drei Monaten Führerscheinentzug.

Beim Fahren mit 1,1 Promille handelt es sich um eine Straftat. Diese ist mit sieben Punkten in Flensburg und je nach Folgen oder schwere mit einem Führerscheinentzug von bis zu fünf Jahren, einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe verbunden.

Verschärfung der Strafen?

Eine Verschärfung der Strafen war nur in geringem Ausmaß zu erleben. Wirklich hart trifft es alle unter 21-jährigen, welche auf einer Feier als Fahrer deklariert werden und dadurch überhaupt keinen Alkohol zu sich nehmen dürfen. Der Sinn liegt im geringen Maß der Selbsteinschätzung im geschilderten Szenario. Zu sagen: Ich darf überhaupt keinen Alkohol trinken und bleibe bei Cola, Wasser, Energydrinks und Saft, ist sicherer als nach 2 Bier zu entscheiden, dass man noch unter 0,5 Promille liegt und noch ein Bier trinken könnte.

Probleme auch auf dem Fahrrad und zu Fuß

Mit dem Fahrrad gilt ein Wert ab 1,1 Promille als Obergrenze. Absolut fahruntauglich gilt man ab 1,6 Promille. Wer 1,1 Promille bläst muss bereits einen Blutalkoholtest ablegen. Stimmen der Kritik, welche die selben Strafen wie für Autofahrer forderten wurden abgetan: Radfahrer gefährden in erster Linie sich selbst und sind bedeutend langsamer unterwegs, als Autofahrer.

Auch zu Fuß kann es kritisch werden: Wer als Fußgänger unter dem Einfluss von Alkohol und einem anderen, illegalen Rauschmittel steht verliert unter Umständen den Führerschein. Die Begründung: Wer Betäubungs- und Rauschmittel mehrerer Arten mischt, ist überhaupt nicht verantwortungsbewusst und verwirkt das Recht, am Straßenverkehr teilzunehmen.

Auf Nummer sicher – der Selbsttest

Anfang des Jahres 2015 forderte die Polizeigewerkschaft einen Wegfall der Blutalkoholtests. Diese seien zu zeitraubend und der Atemtest ist zudem sehr genau. Auch als Privatperson kann der Tester der Polizei erworben werden: Der Dräger Alcotest 5510 inkl. 25 Mundstücke kostet allerdings über 600,- EUR (man vergleiche mit dem Bußgeld ab 0,5 Promille). Günstige und zuverlässige Tester sind ab 50,- EUR im Handel, so z.B. der ACE AL6000. Von Billiglösungen sollte Abstand genommen werden, da die Differenzen zum realen Blutalkoholwert zu groß sind.

 

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Mister Grip

Author: Mister Grip

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