50 Jahre Chevrolet Camaro: der erste Camaro

Auch nach 50 Jahren ist der Chevrolet Camaro der Traum vieler Autofans, denn der schnittige Sportwagen hat es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder geschafft, sich dem jeweiligen Zeitgeschmack anzupassen, ohne dabei seinen individuellen Charakter zu verlieren. Doch wirkliche Enthusiasten schwören auf die ersten Camaro Modelle von 1967 und 1968 und setzen ganz auf die unbändige Kraft und den ungezähmten Look der beginnenden 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Chevrolet CamaroCamaro bedeutet guter Kamerad

Der Konkurrent Ford überraschte seine Rivalen 1964, als er seinen Sportwagen Mustang auf den amerikanischen Markt brachte, der gleich zur einer ungeahnten Erfolgsstory wurde. Der Mustang war für jedermann bezahlbar, kraftvoll und für den täglichen Gebrauch geeignet. Da Chevrolet in Zugzwang kam, erschufen sie den Konkurrenten Camaro.

Der Name leitete sich vom italienischen Wort für Kamerad oder Begleiter ab. Der Autobauer setzte auf das neue Konzept: ‚ Lange Motorhaube, kurzes Heck‘. Chevy stellte seinen Camaro am 29. September 1966 das erste Mal der Öffentlichkeit vor und setzte im ersten Jahr 221.000 Exemplare ab.

Seit 50 Jahren verkauft der amerikanische Hersteller seinen Camaro, der inzwischen in der 6. Generation vom Fließband kommt, und der Kunde kann eine Leistungsbreite von 89 bis 649 PS erhalten. Der erste Camaro wurde auf der Plattform eines Chevrolet Nova von 1966 gebaut und zwar inklusive einer Bodengruppe, die von der Windschutzscheibe/ Spritzwand bis zum Heck des Sportwagens reichte.

Für die Front wurde ein zusätzlicher Stahlrahmen integriert. Von Anfang an wollte Chevy seinen neuen Sportwagen als Cabrio oder Coupé vermarkten, wobei die Chevrolet Camaro als RennwagenZubehörliste 80 Optionen bereit hielt, um den Camaro den Kundenwünschen anzupassen. Zu den beliebtesten Modellen gehörten der RS und der SS.

Camaro Z-28 war der echte Renner

Chevrolet brachte im Dezember 1966 den beliebten Optionen-Code Z-28 auf den Markt, schaltete aber keinerlei Werbung für ihn, weshalb die Käufer ihn kaum kannten. Von diesem Modell wurden 1967 nur 609 Einheiten hergestellt, obgleich zu dem Paket ein 4,9-Liter-V8-Motor, eine Sportfederung, Scheibenbremsen und ein gängiges 4-Gang-Getriebe gehörte.

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Allerdings ließ er sich sonst kaum mit anderen Produkten der Zubehörliste kombinieren. Zudem wurde ihm nachgesagt, das er schwierig zu handhaben sei und er ließ bei hochdrehendem Motor optimal bei 7500 Umdrehungen pro Minute schalten, wobei der Motor immerhin 290 PS (216kw) erreichte. War der Z-28 jedoch einmal auf Touren gekommen, war er nur noch schwer zu schlagen und daher resultieren seine zahlreichen Rennsiege.

Seine Bekanntheit steigerte sich außerdem als Pace-Car für das Indy-500-Rennen.

Heute ein gefragtes Show-Car

Chevrolet Camaro der erste CamaroDie ersten Camaros gingen mit zwei 6-Zylinder-Reihenmotoren vom Band und gehörten in unterschiedliche V8-Kategorien. Die kleineren dieser Reihenmotoren kamen auf 142 PS, während die Small Blocks mit mindestens 203 PS aufwarten konnte. Die Big Blocks unter der Haube des Pony Cars brachte es auf rund 380 PS.

Ebenfalls ungewöhnlich für jene Zeit waren die Einzelsitze, denn die meisten Fahrzeuge hatten damals noch eine Kuschelbank in der vorderen Reihe. Hiermit wollte Chevy die Leistungsbereitschaft des Camaros unterstreichen.

Camaros mit dem Optionscode Z-28 erkennen die Fachleute unter anderem an den ausgestellten Kotflügeln, die die unbändige Kraft des Camaros symbolisieren. Spätere Modelle sind wieder an einigen Lufteinlässen in den hinteren Radhäusern zu erkennen, die allerdings keinerlei Zweck aufwiesen, sondern nur der Optik dienten.

Die F-Plattform teilte der Camaro mit dem Pontiac Firebird. Der Chevy Camaro war zwar ein gern gesehener Sportwagen auf der Straße, war aber von Anfang auf den damaligen Rennstrecken genauso beliebt und wurde mehrmals besonders leistungsstarken Motoren ausgestattet, wobei sogar Aluminium-Motoren zum Einsatz kamen.

Diese PS-Monster wussten sich allerdings in den Rennen zu behaupten, was zum legendären Ruf des Camaro beitrug, der auch noch an den aktuellen Modellen haftet.

 

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MisterGrip

Author: MisterGrip

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