Welches Motoröl brauche ich?

Solltest Du deinen Wagen nicht mehr regelmäßig zur Inspektion in die Vertragswerkstatt bringen sondern kümmerst dich selber um einfachere Wartungsaufgaben, wirst Du dich höchstwahrscheinlich mehrfach mit dem Thema Motoröl befasst haben. Allerdings gibt es beim Öl einige Unterschiede, die unbedingt beachtet werden Motorölsollten.

So findest du das richtige Öl für deinen Motor

Zu den Hauptaufgaben des Motoröls zählt die Schmierung des Aggregates beziehungsweise der beweglichen Komponenten. Um das unter allen Bedingungen gewährleisten zu können, muss die Viskosität stimmen.

So bleibt ein performantes Öl selbst bei extremer Kälte dünnflüssig, wodurch der Start erleichtert wird. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass der Schmierfilm unter Vollast sprich bei hohen Temperaturen nicht abreißt.

Welchen Viskositätsindex der Hersteller für dein Fahrzeug vorgibt, kannst Du aus dem Handbuch entnehmen. Hier sind meist auch die Füllmengen mit- und ohne Filter angegeben, so dass Du nicht versehentlich zu viel oder zu wenig Öl für einen Wechsel kaufst.

Solltest Du dir dennoch nicht sicher sein, kannst du ein gezielt auf ein Öl zurückgreifen, dass offiziell mit einer Freigabe deines Herstellers gekennzeichnet ist.

Die verschiedenen Öle im Überblick

Früher waren Mineralöle sehr verbreitet. Diese sind relativ einfach herzustellen und können daher zu günstigeren Konditionen angeboten werden.Motoröl in verschiedenen Varianten Doch selbst Synthetiköle werden zu einem Großteil aus Erdöl hergestellt. Allerdings ist die Synthese-Produktion teurer. Ihr Vorteil liegt jedoch in der Mehrbereichs-Charakteristik, so dass die eingesetzten Additive besser wirken können.

Möchtest Du 10 Euro beim Reifenkauf sparen?

Letztendlich sind vollsynthetische Schmierstoffe mineralischen Ölen deutlich überlegen und verbessern nicht nur das Kaltstartverhalten sondern sollen gleichzeitig den Motorverschleiß minimieren und selbst in sehr leistungsfähigen Motoren eine zuverlässige Schmierung gewährleisten.

Mittlerweile fast überall zu finden sind so genannte Leichtlauföle. Diese sollen den mechanischen Reibungsverlust innerhalb des Motors verringern und es dir dadurch ermöglichen, bei gleicher Fahrweise etwas weniger Kraftstoff zu verbrauchen. Besonders im Kurzstreckenverkehr liegt die vom ADAC getestete Ersparnis in einem recht hohen Bereich von 4- bis 6 Prozent.

Diese Leichtlauf-Produkte sind meist Synthese- oder Hydrocracköle mit geringem Verdampfungsverlust und hohem Viskositätsindex. Oft zu finden sind die in den SAE Bereichen 0W30, 0W40 sowie 5W30. Ein Leichtlauf-Öl ist in den meisten Fällen das so genannte Longlife-Öl.

Allerdings solltest Du dieses nur verwenden, wenn es für dein Fahrzeug explizit vorgeschrieben wurde. Hier wird der nächste Ölwechsel nämlich von der Fahrzeugtechnik individuell errechnet, wobei dafür Daten wie Ölstand, Verbrauch, Drehzahl und selbst der Bremsenverschleiß ausgewertet werden. Dadurch lassen Motoröl verhindert Schäden am Motorsich die Wechselintervalle auf bis zu 30.000 km respektive bis zu 50.000 km bei Diesel erhöhen.

Fazit

Zwar ist das Angebot an verschiedenen Motorölen heute größer als je zuvor, wobei dich das nicht zu Experimenten verleiten sollte. Beim Ölwechsel oder einem zu geringen Füllstand sollte immer das Öl nachgefüllt werden, das der Hersteller vorgibt. Besonders der Viskositätsindex und die Herstellerfreigaben sind dabei gute Orientierungspunkte.

Mindestens so wichtig wie das richtige Öl ist zudem das Einhalten der Wechselintervalle, da es ansonsten zu erhöhtem Verschleiß an wichtigen Komponenten wie Zylinder, Ventilen oder Nockenwelle kommen kann.

 

Diesen Artikel herunterladen
 

MisterGrip

Author: MisterGrip

Share This Post On
468 ad

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.